Motivation – bewegen und bewegen lassen
Taschenbuch, 112 Seiten
hg. von der Landesstelle für die kath. Landjugend Bayerns, München 2008.
ISBN-13: 978-3-936459-28-9
bestellbar unter: www.landjugendshop.de, werkmaterial(at)kljb-bayern.de
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Beim neuesten Werkbrief aus der KLJB Bayern – Schmiede geht es mal nicht um ein direkt religiöses Thema. Für die (Jugend-)pastoral ist es aber nichts desto trotz immer wieder extrem wichtig: Motivation.
Motivation kommt vom lateinischen „movere“ – sich bewegen. Und das ist durchaus passend: Wenn ich motiviert bin, bewege ich mich. Nicht umsonst heißt der Untertitel des Werkbriefs „Bewegen und bewegen lassen“. Allerdings meint „motivieren“ nicht einfach „irgendwie bewegen“, sondern ein „bewegen zu …“, „motiviert sein zu …“, „Lust haben auf …“. Motivation ist immer zielgerichtet, eine (gedankliche oder körperliche) Bewegung auf ein ganz bestimmtes Ziel hin. Rein psychologisch betrachtet ist es dabei im Gegensatz zum alltagssprachlichen Gebrauch sogar ziemlich egal, ob es sich um ein positives (z.B. „Ich möchte eine KLJB-Ortsgruppe gründen“) oder ein negatives Ziel („Ich möchte den Posten meines Chefs – egal wie!“) handelt. Motivation ist erst einmal neutral zu betrachten, auch – das machen die Beispiele in Klammern deutlich – weil die Ansicht darüber, ob ein Ziel nun positiv oder negativ zu bewerten ist, durchaus unterschiedlich sein kann. Eine derartige Bewertung eines Ziels ist im Übrigen auch schon ein Motivationsfaktor, also eine Komponente (unter anderen), der darüber entscheidet, ob wir oder andere motiviert sind.
Sich selbst und andere zu motivieren, das ist auch in der kath. Jugendpastoral immer wieder Thema – und oft alles andere als einfach. In diesem Werkbrief wollen wir deshalb zu einigen Feldern, in denen Motivationsarbeit eine große Rolle spielt, praxisorientierte Tipps geben. Ganz konkret werden wir die Themenbereiche behandeln:
- Sich für eine Sache begeistern
- Werbung als Motivationsarbeit
- Für Verantwortung begeistern
- Für thematische Inhalte begeistern
Wir erheben also nicht den Anspruch, das Thema Motivation auch nur annähernd in seiner Gänze zu behandeln. Auch haben wir nicht versucht, die Vielzahl an Motivationstheorien, die es insbesondere in der Psychologie gibt, zu diskutieren. Wir wollen stattdessen vor allem Methoden und Tipps an die Hand geben, wie man sich selbst und andere in der Jugendarbeit ganz konkret motivieren kann bzw. wie man herausfinden kann, was denn eigentlich für einen selbst bzw. für die jeweilge Zielgruppe überhaupt motivierend ist. Die Motivationstheorien, die hin und wieder in Textkästen zwischengeschaltet sind, stehen dementsprechend zwar in losem Zusammenhang zu ihrem jeweiligen inhaltlichen Umfeld, wollen darüber hinaus aber auch einen ersten Einblick in die weitverzweigten Vorstellungen über Motivation geben.

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