Besprechung – Kunze, Axel Bernd: … in Frieden scheiden. Das Memento mori in der Feier der Tagzeiten, Marburg 2006.

15 10 2007

kunzemementomori.jpgDer Gedanke an Tod und Sterben ist in unserer Gesellschaft nicht sonderlich en vogue. Selbst bei nahen Angehörigen scheut man sich, Sterbenskranke zu besuchen (in Krankenhäuser oder Altenheimen, wo sie „professionell“ umsorgt werden), versucht man möglichst wenig Zeit für Beerdigungen aufzuwenden, lange Trauerzeiten kann sich kaum jemand mehr leisten und werden vom sozialen Umfeld auch nicht mehr verstanden. Mit dem eigenen Tod möchte man sich schon gleich gar nicht auseinandersetzen. Und doch erscheint er letztendlich als unausweichliches Schicksal eines jeden Menschen. Memento mori – Bedenke, dass du sterben musst! Mit der Beschwörung dieses bereits in der Antike gebräuchlichen Ausdrucks (bei Triumphzügen römischer Feldherren ermahnte auf diese Weise ein Sklave dem siegreichen General permanent seiner Grenzen) versucht Axel Bernd Kunze in seiner nun in leichter Überarbeitung vorliegenden Diplomarbeit aus dem Jahr 2001 gegen das Todesvergessen unserer Zeit anzuschreiben. Er tut dies exemplarisch an der Feier der christlichen Tagzeiten, in deren Liturgie er das Memento mori an prominenter Stelle zum Tragen kommen sieht. „Dabei soll auch gefragt werden, wie die Tagzeiten, die vom letzten Konzil wieder als Feier der Gemeinde entdeckt worden sind, dazu beitragen können, dieses Element christlicher Spiritualität wieder stärker in die Gemeinde hineinzutragen“ (S. 13) …

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Frankfurter Buchmesse 2007

14 10 2007

Gestern war ich das erste Mal seit längerem wieder auf der Frankfurter Buchmesse – und es war fast wie immer: Unglaublich viele Leute, riesige Messehallen, die der Kondition schon psychologisch schwer zusetzten, viele Aussteller und ganz ganz viele Bücher. Dazwischen auch immer wieder Autorenlesungen – die einen vor 50, die anderen vor 10 Zuhörern und einer sogar vor keinem. Mutig lehnte er am Rednerpult vor dem Stand seines Verlages und las volltönend, aber zunehmend schneller aus seinem Buch vor – nur Interesse fand er damit bei den vorbeihastenden Menschenmassen kaum (was vermutlich weniger am Autor als am ungünstigen Standort des Verlags lag – kann ich aber nicht mit letzter Sicherheit sagen, denn auch wir sind vorbeigehastet ;-) ). Insgesamt hat mich das ganze Ambiente doch reichlich an die Beschreibung von Buchheim in Walter Moers “Stadt der Träumenden Bücher” erinnert. Ob Moers (eigentlich natürlich Hildegunst von Mythenmetz) da nicht vielleicht auch umgekehrt beim Schreiben die Frankfurter Buchmesse vor Augen hatte?

Irgendwie abstrus erschienen uns auch die vielen seltsam oder wahlweise wenig bekleideten Jugendlichen – schon im Zug nach Frankfurt fielen sie ziemlich auf und auch auf der Buchmesse selbst liefen sie einem ständig über den Weg. Nach längerem Rätseln konnten wir dann herausfinden, dass es sich hierbei um Cosplayer handelt, die an der Big-in-Japan-Cosplaymeisterschaft teilnahmen, welche jedes Jahr im Comicteil der Buchmesse stattfindet. Es geht dabei darum, sich wie ein Comic-Held anzuziehen und im Fall der Buchmesse dienten japanische Comics (Mangas genannt) als Vorbilder. Naja, wem es gefällt.

Inhaltlich konnte ich mal wieder viele neue Anregungen bezüglich lesenswerter Bücher aufnehmen (die Frage, wann ich eigentlich die Zeit habe diese in diversen Verlagsprogrammen markierten Bücher zu lesen, drängt sich mir erst heute so langsam auf). Allerdings ist mir sachbuchtechnisch sehr deutlich aufgefallen, dass man zwar unendliche Mengen an Lesestoff aus der Geschichte, der Germanistik bzw. Literaturwissenschaft, der Philosophie und der Theologie finden konnte, Pädagogik, Soziologie und mit Einschränkungen Psychologie waren aber durchaus unterrepräsentiert. Eine Beobachtung, die ich mir auch mit Blick auf ein Hauptthema der Buchmesse – Bildung – kaum erklären kann.

 

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Besprechung – Ethica 3/2007

12 10 2007

Jetzt habe ich es gerade noch geschafft, die Besprechung der Ethica 3/2007 wie versprochen noch in dieser Woche zu posten.

Schuld daran, dass meine Freitagnachmittagsbeschäftigung nun doch bis in den Abend gedauert hat, waren v.a. eine kaputte Telefonbuchse – und damit keine Möglichkeit ins Internet zu kommen – und ein Telekomtechniker, der zwar prompt vorbeikam – Lob! – aber halt so seine Zeit brauchte, um alles wieder in Gang zu setzen.

Nun ja, jetzt ist ja alles geschafft und ich kann noch beruhigt ein bisschen Spaßsurfen. Morgen früh geht es dann zur Frankfurter Buchmesse.





Besprechung Ethica 2/2007

8 10 2007

Auf dem Forum Sozialethik habe ich hier eine Besprechung der Ethica 2/2007 veröffentlicht. Die Ethica ist eine interdisziplinär angelegte Zeitschrift, die “der Eigenart und Entfaltung von Physis, Bios, Psyche und Pneuma durch Berichte über jenes Wissen aus Forschung und Lebenserfahrung, das Eigenart und Entfaltung von Natur, Leben, psychischer Gestimmtheit und geistiger Kreativität fördert oder zu fördern vermag” und damit der Verantwortung in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Verhalten dienen will. Vielleicht interessieren sich ja auch ein paar Leser meines Blogs.

In Zukunft wird es von jedem der vierteljährlich erscheinenden Hefte eine solche Besprechung geben (was auch bedeutet: Ethica 3/2007 folgt noch in dieser Woche – und damit etwas näher am Erscheinungsdatum ;-) ).

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