Archiv für Juli 2007

Land Leben Luschd – Teil 1

Am Wochenende war ich auf dem Bundestreffen der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) in Heudorf in Oberschwaben. Über 1200 Landjünger haben sich dort getroffen, die Einwohnerzahl Heudorfs wohl mindestens verdreifacht, sich mit dem schwäbischen Dialekt herumgeschlagen („Hascht a wengle Zeit, dann könn mer im Feschdzeld schwätze.“) und gefeiert (schönen Gruß vor allem nach Regensburg und Münster – am Liedrepertoire muss allerdings noch gearbeitet werden; des war a wengle einseitig).

Am meisten aber hat mich beeindruckt, dass es möglich war, das ganze Bundestreffen durchgängig mit fairen und regionalen Produkten sowie ökologisch nachhaltig zu gestalten. Das fing an bei der Anreise, die von den Allerwenigsten mit dem Auto absolviert wurde, über das Essen (soweit möglich aus regionaler Produktion – das spart Energie beim Transport, unterstützt die lokale Landwirtschaft und z.B. die Pommes aus Kartoffeln vom Feld nebenan oder Apfelsaft/Apfelmost aus den Äpfeln vom letzten Jahr haben super geschmeckt – und wenn es regional nicht möglich war, dann fair gehandelte Waren) bis hin zum ökologisch wertvollen Klopapier. Hier hat sich gezeigt, dass eine bewusste Gestaltung des Einkaufs- und Verbrauchsverhaltens nicht nur an Wochendendworkshops oder im Privathaushalt, sondern bei entsprechendem Willen und ausreichender Vorplanung auch bei Großveranstaltungen möglich ist. Grundlage hierfür bildete als inhaltlicher Schwerpunkt des Bundestreffens, dem auch in einer ganzen Reihe der angebotenen Workshops und Exkursionen nachgegangen wurde, das Konzept der Ernährungssouveränität. Dieses Konzept wurde 1996 von der internationalen Kleinbauern- und Landarbeiterbewegung Via Campesina geprägt und versteht sich als Gegenentwurf zu einer zunehmenden Liberalisierung des Welthandels als alleinigen Weg zur Erreichung der Ziele des Welternährungsgipfels von 1996 (u.a. Halbierung der Zahl der Hungernden und Unterernährten bis 2015, gleicher Zugang zu Ressourcen usw.). Die Organisation setzt sich ein für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Kleinbauern und Landarbeiter durch fairere Handelsbedingungen, größere soziale Gerechtigkeit und die Durchsetzung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise weltweit. Mittlerweile wird das Konzept von einer ganzen Reihe von Nichtregierungsorganisationen unterstützt. Mit der konkreten Erlebbarkeit der Umsetzung dieses Konzepts beim Bundestreffen hat die KLJB sicher einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und zur Beschäftigung mit diesen Fragen geleistet, auch wenn über die Einpassung der Ernährungssouveränität in eine sich halt de facto immer weiter globalisierende Welt sicher noch intensiver nachgedacht werden muss (das zeigt sich auch darin, dass eine wissenschaftliche Klärung des Konzepts noch aussteht).

Soweit jetzt erstmal. Zu den Workshops und weiteren Eindrücken beim nächsten Mal (die Tage waren einfach so voll).

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Tour de France – auch dieses Jahr

So jetzt sitze ich doch tatsächlich wieder vor dem Fernseher und schau mir die erste Bergetappe in den Pyrenäen an. Allerdings nicht wie noch letzte Woche bei ARD und ZDF sondern bei SAT 1. Der Moderator hat augenscheinlich nicht ganz so viel Ahnung sondern labert mal eher vor sich hin – da fällt der Unterschied zu den Öffentlich-Rechtlichen in Sachen Expertise schon echt stark auf.

Aber ARD und ZDF hatten ja einen guten Grund für ihren Ausstieg: eine positive Dopingprobe von Patrick Sinkewitz. Nur dass hier die B-Probe ja noch gar nicht geöffnet ist. Naja, man wird sehen, ob sie diese Haltung auch in anderen Sportarten durchhalten (bei Dopingverdacht eines eher mal Mittelfeldathleten sofort Übertragungen abbrechen). Auch die Sache mit Rasmussen ist ja noch in der Schwebe – der hat sich, wenn schon nicht gedopt, dann aber doch einigermaßen dumm verhalten. Es ist letztendlich völlig klar, dass die Anwendung von Doping immer eine Ungerechtigkeit gegenüber den anderen Athleten ist, und man fragt sich schon, wie das in einem Sport so anstandslos möglich ist, wo es auf der anderen Seite Ehrencodices gibt wie: Wenn das Gelbe Trikot stürzt, dann wird keine Attacke gefahren, bei der Getränkeannahme wird nicht attackiert usw. Da ist mit dem Gerechtigkeitsverständnis mancher Fahrer wohl wirklich einiges nicht in Ordnung. Ganz abgesehen davon, dass sie Raubau an ihrem eigenen Körper treiben.

Aber bevor ich hier jetzt endgültig ins Lamentieren komme: Es ist trotzdem spannend zuzuschauen und wenn man ein bisschen Ahnung vom Fahrradfahren hat, dann kann man auch nachvollziehen und anerkennen, was die Sportler hier leisten. Von daher stelle ich fest, dass die moralischen Werte, die sich ARD und ZDF auferlegen, bei mir selber nicht so recht greifen. Und dass, obwohl ich mir beim Zuschauen ja schon ein bisschen schlecht vorkomme, denn wenn keiner mehr hingucken würde, dann wäre das vermutlich der größte Druck auf den ganzen Radsport – und damit auf zum letzten Berg der Etappe: dem Plateau-de-Baille – Inkonsequenz, dein Name ist Mensch!

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Über Wikis im pädagogischen Kontext und die große Wikipedia

Gerade habe ich im Bamblog von Jan Schmidt die Sonderausgabe von Kommunikation@Gesellschaft mit dem Titel „Wikis – Diskurse, Theorien und Anwendungen“ gefunden (die Artikel sind dort als pdf downloadbar). Das Thema ist symptomatisch, gibt es doch mittlerweile einen regelrechten Boom im Einsatz von Wikis vor allem, aber nicht nur im pädagogischen Bereich (einige Einschätzungen und Reflexionen zur pädagogischen Anwendung von Wikis finden sich z.B. im Blog Geschichte und Neue Medien vor allem hier, hier, hier, hier und hier; eine Publikationenliste zum Thema findet sich hier).

Interessant finde ich vor allem den Hinweis im Editorial (S. 6 und 8), dass in einer Betrachtung der Funktionalität von Wikis auch die sozialen Beziehungen außerhalb des Diskursrahmens des jeweiligen Wikis nicht zu vernachlässigen sind. Das gilt natürlich insbesondere … (weiter hier)

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Kittel, Manfred: Vertreibung der Vertriebenen?

In H-Soz-u-Kult wurde heute eine Rezension zum Buch von Manfred Kittel „Vertreibung der Vertriebenen? Der historische deutsche Osten in der Erinnerungskultur der Bundesrepublik (1961-1982), München 2006“ veröffentlicht. Kittel beschäftigt sich in dem Buch mit einem Thema, das in der deutschen Erinnerungskultur seit den 1960ern eine sehr untergeordnete Rolle spielte und bis heute spielt – zum einen weil der Osten Europas über Jahrzehnte aus dem Blick der bundesdeutschen Gesellschaft geriet, zum anderen spätestens seit den 1970er Jahren auch aus Gründen der auf Entspannung ausgelegten Ostpolitik der Bundesrepublik. Das gilt insbesondere im Vergleich zur natürlich berechtigten Dominanz der Erinnerung an die Zeit der NS-Herrschaft. Auch wenn die Thematik der Vertriebenen vor allem aufgrund der Diskussion um die umstrittene Vertriebenen-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin in den letzten Jahren wieder etwas stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit geriet, fristet sie in den Lehrplänen der Schulen nach wie vor ein eher peripheres Dasein. Offenbar kritisiert auch Kittel dieses Missverhältnis.

Wie immer man dazu im einzelnen stehen mag, in jedem Fall ist die Frage der Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ein interessantes Beispiel für Dissonanzen zur historischen Realität wie sie sich im kulturellen Gedächtnis einer Gesellschaft immer wieder beobachten lassen – jahrhundertelange Traditionslinien werden abgeschnitten, schier vergessen und andere, vielleicht als selektiv zu bezeichnende Erinnerungsbestände erscheinen dominant. Dies hat natürlich seine Auswirkungen auf kollektive Identitäten und Selbstverständnisse der Gegenwart. Ein Thema, das mich schon allein aufgrund meines Promotionsprojekts interessiert. Von daher bin ich jetzt darauf gespannt, das Buch selber zu lesen!

 

Bamberg zaubert

Bamberg zaubert und in der ganzen Stadt sind an allen Ecken Süßigkeitenstände, Bratwurstbuden und natürlich Straßenkünstler: Feuerspucker, Jongleure, Körperartisten usw. Ich hab`s das erste Mal erlebt und das leider auch nur von Sonntagnachmittag bis irgendwann in der Nacht, aber schon das fand ich echt nicht schlecht, auch wenn ich dachte, dass noch ein bisschen mehr los wäre (am Samstag sollen ja über 70.000 Menschen in der Stadt gewesen sein; so viele waren es am Sonntag nun mal ganz sicher nicht). Aber wahrscheinlich haben sich die Leute ob der echt heftigen Temperaturen lieber in ihren Häusern verbarrikadiert. Den ultimativen Witz zum bisher heißesten Tag des Jahres haben übrigens Kati Kläff und Thorsten Nathan von Antenne Bayern geliefert: Was ist ein Keks unter einem Sonnenschirm? – ein schattiges Plätzchen :-) .

Meinereiner hat sich derweil, nichts Böses ahnend in der dritten Reihe am Gabelmann stehend und eine Darbietung betrachtend, plötzlich in einer Menschenpyramide wiedergefunden, auf die dann eine Feuerspuckerin draufgeklettert ist und von ganz oben – naja, halt Feuer gespuckt hat. Die ganze Konstruktion war zwar etwas wackelig, aber wir haben uns gehalten!

Eins ist auf jeden Fall klar: Im nächsten Jahr werde ich definitiv versuchen, mehr von Bamberg zaubert mitzubekommen.

 

OS: Alternative moral- und sozialphilosophische Entwürfe

Schon vor gut zwei Wochen fand unter diesem Titel die diesjährige Klausurtagung des Oberseminars des Bamberger Lehrstuhls für Christliche Sozialethik auf Burg Rothenfels statt. Wie das immer so ist, komme ich aber erst jetzt gerade dazu, den entsprechenden Ordner über meinen Schreibtisch hinweg in die Ablage zu verarbeiten – und das ist auch notwendig, weil ich nämlich einiges an Anregungen mitgenommen habe, die nun in meinen Zettelkasten (Luhmanns Erklärung zu seiner allerdings nicht digitalen Variante hier) und meine Bibliographien eingearbeitet werden.

Wie der Titel schon sagt, ging es darum, sich mit verschiedenen moral- und sozialphilosophischen Entwürfen als wichtige Bezugspunkte sozialethischen Arbeitens auseinanderzusetzen. Eine solche Auseinandersetzung erscheint mir auch im Nachhinein gerade deshalb fruchtbar, weil in der Christlichen Sozialethik seit des Ende der 1980er beginnenden Turns weg vom Naturrechtsdenken hin zur Habermas’schen Diskurstheorie ein nicht unerheblicher Schwerpunkt in der Bezugnahme auf eben letztere zu erkennen ist. Dabei wird manchmal gern übersehen, dass auch die Diskurstheorie nicht frei von Problemen ist, die philosophische Debatte durchaus Alternativentwürfe anbietet und auch der wissenschaftlich-professionellen Auseinandersetzung mit diesen Entwürfen aus spezifisch christlichen sozialethischen Positionen heraus vielleicht (noch) nicht ausreichend Platz eingeräumt wird.

Im Oberseminar konnten wir uns natürlich nur mit einer Auswahl an Denkrichtungen und Protagonisten befassen. Zur Diskussion standen Anerkennungsphilosophie (Honneth), Sprachphilosophie (Tugendhat), Handlungsanalyse (Gewirth), Pragmatismus (Dewey) und Kommunitarismus (Taylor), die unter bestimmten Schwerpunkten und mit Blick auf den eventuellen Ertrag bzw. die Herausforderungen für eine christliche Sozialethik betrachtet wurden. Damit hatten wir uns ein spannendes aber auch anstrengendes Programm vorgenommen, das an vielen Stellen Diskussionspotential barg und uns deshalb gegen Ende auch einigermaßen in zeitliche Bedrängnis brachte, was den Gewinn aber nur peripher schmälerte. Wie heißt es doch so schön: Die aufgeworfenen Fragen sind oft wichtiger als die Antworten (wobei diese natürlich auch nicht ganz vergessen worden sind).

Als kleines inhaltliches Dessert, hier noch einige (vorläufige und rudimentäre) Anmerkungen zur Anerkennungsphilosophie Axel Honneths bezüglich Christlicher Sozialethik (weil halt meine Vorbereitungsgruppe für die Vorstellung seines Ansatzes zuständig war und ich den anderen nicht vorgreifen möchte) – wichtig war für uns dabei als Einstieg insbesondere die Dissertation von Axel Bohmeyer, in der sich dieser mit der Annerkennungsethik aus christlich-sozialethischer Perspektive beschäftigt. (Einen kurzen Überblick über die Annerkennungstheorie als solche habe ich versucht hier zu geben.)

  1. Im Rahmen der Annerkennungstheorie werden die motivationalen Voraussetzungen der Diskursethik in den Blick genommen und grundlegende Anforderungen für diese entwickelt.
  2. Mögliche Anknüpfungspunkte ergeben sich eventuell bezüglich der Diskussion um gerechte Teilhabe, durch die Anerkennung insbesondere auf der Ebene des Rechtes und der Solidarität erst ermöglicht wird (oder ermöglicht umgekehrt die Anerkennung die Teilhabe?); Voraussetzung hierfür ist natürlich auch eine angemessene Verteilungsgerechtigkeit, die bei bei Honneth im Übrigen etwas kurz kommt.
  3. Die Vorstellung vom Gerechten wird bei Honneth nicht nur durch die verrechtlichte Gesellschaft, sondern auch durch politische Wertegemeinschaft und emotionale Bindungen zwischen Personen entwickelt und durchgesetzt – es wird also eine personale Anthropologie entwickelt, die Individualethik mit Gemeinschaftsethik verbindet (Liebe, Recht, Solidarität); die Frage des Guten ist nicht ausgeklammert (wie etwa bei der Diskursethik).
  4. Offen bleibt die Frage: Wer ist im Rahmen der Theorie ein moralisches Subjekt? Nur derjenige, der Anerkennung im umfassenden Sinne erfährt oder jeder?

 

Drei Tage Zeit für Helden

In den letzten drei Tagen haben über 40.000 Jugendliche in Bayern ehrenamtlich geschuftet wie die Verrückten, um Kinderspielplätze zu renovieren, Feste zu organisieren, Jugendräume herzurichten usw. Passiert ist das alles im Rahmen des Projekts „Drei Tage Zeit für Helden“, initiiert vom Bayerischen Jugendring. Innerhalb von 72 Stunden sollten seit dem frühen Donnerstagabend durch Jugendgruppen der Bayerischen Jugendverbände die verschiedensten sozialen Projekte verwirklicht werden – und das alles unter Zeitdruck. Denn heute Abend um 18.15 Uhr muss alles fertig sein.

Schon jetzt kann man sagen, dass das Projekt ein voller Erfolg ist, sowohl für die Gemeinden und Institutionen, die von den ehrenamtlich geleisteten Stunden profitierten als auch für die Jugendarbeit an sich. Es ist so richtig deutlich geworden, was in den Verbänden des Bayerischen Jugendringes möglich ist. Und das trotz der endlosen Diskussionen im Vorfeld, ob denn die Assoziationen, die sich mit dem Begriff „Helden“ verbinden, wirklich die richtigen Vorbildmuster bei den Jugendlichen hervorrufen und ob der Titel „Drei Tage Zeit für Helden“ aus Genderperspektive nicht extrem fragwürdig sei (aber Gott sei Dank gab es ja auch „Heldinnen- T-Shirts). Nicht zu vergessen konnte einmal mehr das volkstümliche Bild der heutigen Jugend (faul, unhöflich, nur auf den eigenen Vorteil aus usw.) eindrucksvoll widerlegt werden. Jugendliche sind zu gesellschaftlichen Engagement fähig, wenn sie entsprechend motiviert und angesprochen werden.

Besonders freut mich natürlich, dass ein nicht geringer Anteil an den sich beteiligenden Jugendgruppen aus dem katholischen Bereich kamen (sorry, ich bin ja normalerweise immer ökumenisch eingestellt und spreche lieber von christlich als von katholisch, hier aber konnte man von der Zahl her doch ein deutliches anzahlmäßiges Gefälle zur Evangelischen Jugend feststellen ;-) ). Wir konnten uns gestern auf unserer Tour durch die Fränkische Schweiz ein lebendiges Bild davon machen, wie z.B. die Katholische Jugend Ebermannstadt in Poxdorf schuftete, um einen Volleyballplatz entstehen zu lassen – und das bei 35 Grad Hitze. (Ich hoffe, ihr werdet noch rechtzeitig fertig. Meine größte Hochachtung vor euch, auch noch einmal auf diesem Weg.)

Das alles ist auch als gewichtiger Fingerzeig in Richtung der immer mal wieder kürzungswilligen Bayerischen Staatsregierung zu verstehen. Denn auch wenn gezeigt werden konnte, was in unserer Gesellschaft ehrenamtlich geleistet werden kann und viel öfter geleistet werden sollte, ist ein solches Engagement nicht voraussetzungslos: Jugendliche aber auch Erwachsene müssen erst einmal dazu befähigt und motiviert werden sich ehrenamtlich zu engagieren – dazu braucht es finanzielle Mittel und sinnvolle Rahmenbedingungen. Ganz im Sinne des in der christlichen Soziallehre entwickelten Prinzips der Subsidiarität (von lat. subsiduum = Hilfe, Beistand): Es soll gewährleistet werden, dass die Entscheidungen innerhalb einer Gesellschaft möglichst nahe am einzelnen Menschen getroffen werden. Das bedeutet zum einen, dass eine jeweils höhere gesellschaftliche Ebene sich keine Kompetenzen anmaßen soll, die genauso auf niedrigeren Ebenen oder sogar beim Individuum selbst angesiedelt werden können. Zum anderen besteht für die höhere Ebene aber auch die Pflicht, den jeweils untergeordneten Ebenen Hilfestellungen zu geben, damit diese ihre Aufgaben eigenständig und selbstbestimmt erledigen können (die klassische Fundstelle ist Quadragesimo anno Nr. 79 und 80, aber auch später wird die Subsidiarität in der katholischen Soziallehre immer wieder aufgegriffen).

 

Aller Anfang ist schwer

Hallo ihr, so jetzt hab ich also auch die Welt des Bloggen betreten; mal schauen, wie sich die Sache so entwickelt.

Mein Blog ist prinzipiell thematisch unbegrenzt, allerdings wird sich wohl ein gewisser Schwerpunkt auf meine wissenschaftlichen Interessen nicht verhindern lassen. Diese bewegen sich einerseits im interdisziplinären Feld zwischen Sozialethik, Pädagogik und Geschichtswissenschaft (insbesondere der Frage der individuellen und kollektiven Erinnerung) sowie andererseits im jugendpastoralen und jugendpolitischen Bereich. Also halt thematisch ziemlich unbegrenzt ;-) .


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Dies ist die Homepage von Sebastian Zink. Sie finden hier mein Weblog sowie weitere Informationen zu meinen wissenschaftlichen, beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten.

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